„Nein“ sagen ist wichtig

„Nein“ sagen ist wichtig

 „Nein“ sagen lernen beginnt in der Sandkiste. Mit ½ bis 2 Jahren lernen Kinder „Nein“ zu sagen. Anfangs wissen sie noch nicht genau, was sie damit meinen und probieren einfach aus. Was früher abschätzig als „Trotzphase“ bezeichnet wurde, sehen viele Eltern heute anders: „Nein“-sagen lernen ist eine entscheidende Phase in der Identitätsentwicklung. Diese Erkenntnis macht es Eltern allerdings nicht unbedingt leichter damit umzugehen.
 Als mein Sohn noch klein war, eröffnete sich mir ein völlig neuer Mikrokosmos: der Spielplatz. Schauplatz von neuen Bekannt,- und manchmal Freundschaften, manchmal erinnerte es ehr an einen Kriegsschauplatz. Denn wie viele Mütter war ich plötzlich mit für mich neuen Herausforderungen konfrontiert: was mache ich wenn meinem Kind plötzlich das Küberl weggerissen wird? Wie gehe ich damit um, wenn es als Antwort dem anderen Kind daraufhin das Schauferl auf den Kopf knallt? Riskiere ich die Auseinandersetzung mit der kampfbereiten Mutter des anderen Kindes? Oder werde ich halbherzig beschwichtigend: „aber du kannst doch nicht….!“ zu meinem Kind sagen? Obwohl ich ihm im Stillen dafür lobe, dass er sich gewehrt hat? Ein deutliches „Nein“ zum Ausdruck gegeben hat? Im Nachhinein gesehen, habe ich wohl situationselastisch reagiert…
 Später hörte ich einmal in einem recht heiter gehaltenen Vortrag vom Erziehungsberater Jan-Uwe Rogge sinngemäß : „ was würden Sie sagen, wenn Ihnen plötzlich jemand die Handtasche entreißt?“ Vielleicht sogar die Wagenschlüssel herausnimmt und mit ihrem Auto davonfährt?“. Milde lächeln?
 Deshalb: wer beizeiten nicht „Nein“ sagen lernt, nicht lernt seine Grenzen zu stecken und sich zu verteidigen, wird es später im Leben schwer haben. Leichter Mobbing-Opfer werden, schneller in die Burn-out Falle tappen und damit in eine endlose Stress-Spirale kippen.
 „Nein“ zum anderen zu sagen rührt aber auch an eine in uns tieferverwurzelte Angst. Meist ist es eine, evolutionär gesehen, wichtige Angst abgelehnt und damit aus der Gruppe ausgeschlossen zu werden. Was lange Zeit für Menschen überlebenswichtig war. Da wir gefühls,- und instinktmäßig nicht mit unserer schnellen technischen und kognitiven Entwicklung mithalten können, verhalten wir uns in vielen Situation immer noch so als würde es ums nackte Überleben gehen. Ein wesentlicher Grund für den täglichen Stress, den viele in sich spüren.
 Zum Glück ist es jederzeit möglich seine Gewohnheiten zu ändern. Wir müssen genau hinsehen, welche Ängste hinter dem „Nein“ stehen. Es kann auch helfen einen Realitätscheck vorzunehmen: ist die Reaktion auf mein „Nein“ wirklich so negativ wie ich befürchtet habe? Wie geht es mir danach? Es hilft auch sich einige grundlegende Fragen zu stellen: wieviel ist mir meine Lebenszeit und meine Energie wert? Wer soll die Verantwortung für mein Wohlbefinden übernehmen, wenn nicht ich selbst?
 Denn, in Anlehnung an „it´s never too late to have a happy childhood“ würde ich sagen: „it´s never too late too have a happy inner child..“
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